Archiv der Kategorie: H2 2017/18

H2 – HF Köllertal 21:39

Das Spiel der H2 am Samstag gegen den Tabellenführer war in etwa so spannend wie die Lektüre des Telefonbuchs. Die Köllertaler waren unserer Mannschaft von Anfang an klar überlegen und zeigten, warum sie in die Verbandsliga aufsteigen wollen und wahrscheinlich auch werden. Dem HC war anzusehen, dass er in einer ungewohnten Besetzung antrat. Schnell stand es 0:4 und die Gäste bauten ihren Vorsprung vor allem über Gegenstoßtore zur Halbzeit entscheidend aus. Dies wurde ihr von der H2 zu einfach gemacht, die sich im Angriff unzählige vermeidbare Ballverluste leistete. Freunde von Fehlpässen, Schrittfehlern und Würfen am Tor vorbei kamen voll auf ihre Kosten. Zur Halbzeit stand es bereits 6:18. Die zweite Halbzeit verlief offener, weil Schmelz im Angriff nun einige gute Aktionen und schöne Tore gelangen. Köllertal blieb in Gegenstoß und erster Welle gefährlich. Die Luft war auf beiden Seiten aber längst raus; beide Trainer wechselten durch, probierten ein paar Dinge aus und so wurden es torreiche zweite dreißig Minuten eines friedlichen Spiels.

Man kann nun sagen, dass die zweite Mannschaft heute chancenlos war und den Gegner in der ersten Halbzeit zu oft eingeladen hat. Man kann aber auch alles auf die Zeitumstellung verschieben: Würde die Uhr nämlich nicht um zwei Uhr nachts in der Nacht zum Sonntag um nur eine Stunde vorgestellt werden, sondern bereits am heutigen Samstag um 20 Uhr um zwei Stunden, hätte die H2 nicht verloren, weil das Spiel dann von einem Zeitloch verschluckt worden wäre.

H2 – HG Saarlouis 3 20:20 (12:10)

Für die Wahrscheinlichkeitsrechnung wäre es sicher interessant, die Chance zu berechnen, drei Mal in Folge unentschieden zu spielen, wie es die H2 getan hat. Leider war das Spiel nicht so interessant. Vielmehr ließ unsere Mannschaft einen Punkt im Kampf gegen den Abstieg liegen. Trotz der hohen Niederlage im Hinspiel wäre Saarlouis heute schlagbar gewesen. Zum einen trat die HG mit einer anderen Mannschaft als im Hinspiel an (zirka zur Hälfte mit Spielern aus der Vierten), zum anderen war der Sieg in der Schlussphase greifbar. Aus einer sicheren Abwehr heraus, die 60 Minuten gut arbeitete, erzielte die H2 drei schnelle Tore. Dann wendete sich das Blatt aber und die erfahrenen Gegner warfen die nächsten fünf Tore zum 3:5 (14.) Der HC tat sich im Angriff gegen eine gute Abwehr sehr schwer und kam vor allem über Einzelaktionen zum Torerfolg. Das Spiel blieb umkämpft, aber stets fair, und kurz vor der Halbzeit erarbeitete sich die H2 einen zwei-Tore-Vorsprung. Dieser war durch einfache Fehler nach der Pause aber schnell wieder aufgebraucht. Statt die eigene Führung auszubauen, stand es plötzlich 13:15 für die HG(40.). Es waren einfach zu viele Missverständnisse und Fehlwürfe im Angriff; acht Tore in der zweiten Halbzeit waren zu wenig für den Sieg. Aber unsere Mannschaft kämpfte immer weiter und trotz spielerischer Askese glich sie zum 17:17 aus, was man ihr hoch anrechnen sollte. „Laser“ Lars Krämer brachte seine Equipe mit seinen Toren zum 19:18 und 20:18 fünf Minuten auf die Siegerstraße, zudem hielt Tobias Kasper im Anschluss einen Siebenmeter, doch ohne Torerfolg kamen die Betzstreet Boys doch noch von der Siegerstraße ab und bogen in die Unentschieden-Gasse ein: 90 Sekunden vor Ende fiel das 20:19, Saarlouis stellte auf Manndeckung um. Diese erfüllte ihren Zweck, denn die Anspielstationen fehlten, was in einem Gegenstoß-Gegentor mündete. Es verblieben 25 Sekunden und eine Auszeit, doch die Deckung ließ keine richtige Chance mehr zu. Ein direkter Freiwurf brachte nichts mehr ein. Es war ein klassisches Kampfspiel und im Gegensatz zu den letzten beiden Unentschieden wird man sich über dieses eher ärgern. Heute muss man sich an die eigene Nase fassen, denn aus der starken Abwehr wurde kaum Kapital durch schnelles Spiel geschlagen und im Angriff war der Ball zu langsam. Dadurch konzentrierte sich das Spiel total auf den Rückraum, die Außen- und Kreisspieler erzielte zusammen ein einsames Tor, bekamen aber auch nicht wirklich mehr Chancen. Immerhin war es das vierte Spiel in Folge ohne Niederlage und die H2 steht weiter über den Abstiegsplätzen, auch wenn es verpasst wurde, den Vorsprung signifikant auszubauen.

HC St. Johann – H2 24:24

Erfolgreiche Aufholjagd bringt nächstes Unentschieden

Hinspiel mit 14 verloren, im Rückspiel mit fünf zur Halbzeit zurückgelegen und doch noch einen Punkt mitgenommen – das zweite Unentschieden in Folge fühlte sich für die H2 definitiv besser an als das letzte in Püttlingen. Nach ausgeglichenem Beginn setzte sich St.Johann, vor zwei Jahren immerhin noch Saarlandligist, immer mehr ab. Nach 6:6, 9:6 und 11:9 geriet unsere Mannschaft vor der Halbzeit zusehends ins Hintertreffen, weil zu viele Torchancen vergeben wurden. Die Abwehr stand gut, musste aber oft am Ende eines langen Angriffs doch noch das Gegentor schlucken. Deutete die erste Halbzeit noch auf einen zu erwartenden Ausgang hin, änderte sich danach fast alles. Es war ein unübersichtliches, manchmal chaotisches Spiel, in dem beide Mannschaften mit einer Manndeckung agierten. Dazu kam, dass nach einer ersten Halbzeit ohne jegliche Zeitstrafen in der zweiten insgesamt acht verhängt wurden. Wenn sich sechs Abwehrspieler sechs Angreifern gegenüberstanden, hatte das Seltenheitswert. Eine doppelte Zeitstrafe leitete auch die Aufholjagd in der zweiten Hälfte ein. Nach dem 17:11 nutzte Schmelz den Platz auf dem Feld besser und verkürzte auf 17:16. Trotzdem war dies nicht die Wende, im Gegenteil: Die Gastgeber konnten den Vorsprung wieder etwas aufbauen, viele Bälle gingen im Angriff verloren. Doch auch den Saarbrückern gelang nicht die Entscheidung, weil unsere Mannschaft immer weiter dagegenhielt und Tobias Kasper etliche klare Gelegenheiten pulverisierte, unter anderem blieben fünf Siebenmeter Saarbrückens unverwandelt. Vor allem der Abwehr war es zu verdanken, dass sich nach dem 24:21 in der 56. Minute doch noch die Chance auf einen Punkt ergab. Trotz Verletzung war Lars „Laser“ Krämer in der Deckung unser Steuermann, und aushielt er, bis sein Team fast das Spiel gewann. 40 Sekunden vor Buffalo manövrierte Matthias Ettelbrück das runde Harzleder zum 24:24 ins Netz. 15 Sekunden vor Ende eroberte die H2 sogar noch einmal den Ball, bis dieser aber zurück ins Feld gebracht werden konnte, verrann zu viel Zeit. Auf Kosten einer Zeitstrafe behinderte ein Saarbrücker unseren Torwart beim Abspiel. Die beiden verbleibenden Sekunden waren für eine echte Torchance zu wenig. Trotzdem bleibt es ein gewonnener, wichtiger Punkt, denn zum ersten Mal in dieser Saison steht die H2 nicht mehr auf einem Abstiegsplatz.

HF Köllertal 2 – H2 20:20

Es ist schwierig zu sagen, ob die H2 in Püttlingen einen Punkt gewonnen oder verloren hat. In einem insgesamt schwachen Bezirksligaspiel, das durch viele Fehler auf beiden Seiten geprägt war, begann der HC stark und führte schnell mit 0:4. Dann passte sich unsere Mannschaft der (Angriffs)leistung des Gegners an und verpasste es, höher in Führung zu gehen. Der Knackpunkt des Spiels waren wohl die letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit, als Püttlingen beim Stand von 5:9 noch drei Tore gelangen, während die Gäste zu viele Bälle vergaben. Mit einer höheren Führung, die absolut möglich gewesen wäre, wäre man diesem knappen Kampfspiel in der zweiten Halbzeit wohl aus dem Weg gegangen. Der ersatzgeschwächten Mannschaft fehlten in der zweiten Halbzeit die Wechselmöglichkeiten. Immerhin ist es hoch zu bewerten, dass unsere müder werdende Mannschaft sich nach dem 15:17-Rückstand zurückkämpfte und selbst wieder 18:20 in Führung gehen konnte. Auch die Schlussphase war geprägt von starken Torhütern und vielen Ballverlusten auf beiden Seiten. Der 21.Treffer wurde doppelt verpasst und so erzielte Köllertal eine halbe Minute vor Ende den Ausgleich. Etwas glücklich gelangte der Ball Sekunden vor Schluss zum Kreisläufer, der von einem gegnerischen Abwehrspieler barbarisch gefoult wurde. Für sein sittenloses Einsteigen sah der Spieler und gleichzeitig Trainer der ersten Köllertaler Mannschaft (!) zu Recht die sperreinkludierende blaue Karte. Leider wurde der an- bzw. abschließende Siebenmeter vergeben. Einerseits hätte man hier zwei Punkte sicher mitnehmen können, weil man mehrmals die Führung hätte ausbauen können, andererseits hat die H2 ohne viele Wechselmöglichkeiten selbst einen Rückstand aufgeholt, als Köllertal davonzuziehen drohte. Es ist der erste Punkt auswärts und wenn man in den nächsten Spielen im Angriff wieder besser spielt, kann man Püttlingen und mindestens eine weitere Mannschaft doch noch in der Tabelle hinter sich lassen.

H2 – HSG Dudweiler-Fischbach 2 28:24

Eigentlich war die Ausgangslage für das Nachholspiel gegen Dudweiler prekär, denn viele Spieler konnten wegen Krankheit gar nicht spielen oder gingen angeschlagen in die Partie. Mit einer vorbildlichen Einstellung und viel Kampfgeist konnte die H2 die voll besetzten und tabellarisch klar besser postierten Gäste trotzdem schlagen. Das Spiel begann ausgeglichen. Unsere Mannschaft musste ein paar unglückliche Tore hinnehmen, an denen der Torwart noch dran war, allerdings konnte man ähnliche Tore im Angriff erzielen.  Das 6:8 drehte der HC Schmelz zum 10:8; die zwei-Tore-Führung hatte bis zur Halbzeit Bestand . Einen schönen „Spielzug“ veredelte Kreisläufer Daniel Adolph mit dem Pausenpfiff zum 13:11. Auch die zweite Halbzeit begann mit einer knappen HC-Führung. Beim 16:14 kam Daniel Mohr für einen Siebenmeter ins Tor, den er stark abwehrte.  Im Angriff schlug nun unser Primzahl-Duo auf der linken Seite mit den Nummern 13 und 11 zu und erhöhte auf 18:14.  Diesen Vorsprung konnte unsere Mannschaft sogar bis auf 23:16 ausbauen. Mit einer starken Torwartleistung im Rücken und Treffsicherheit im Angriff konnte die H2 eine Art Vorentscheidung herbeiführen. Die Würfe von Lars „Laser“ Krämer schlugen im Tor ein wie Laserstrahlen. Beim 25:22 drohte das Spiel noch einmal knapp zu werden, aber dann entschied Manuel Schröder, der im wahrsten Sinne des Wortes erst in der zweiten Halbzeit ins Spiel gefunden hatte, den Wettstreit.  Nach einer Auszeit erzielte er von Rechtsaußen das 26:22, bevor er voller Dynamik an seinem Gegenspieler vorbeizog und mit dem 27:22 das Schiff in den Hafen manövrierte. Obwohl es wenige Wechselmöglichkeiten gab, gab jeder alles, was man z.B. daran sehen konnte, wie Thorsten Lang durch den Kreis hechtete, um an Abpraller zu kommen. Durch den Sieg hat die H2 die goldene Laterne abgegeben und könnte in den nächsten Spielen weitere Plätze gutmachen.