H2 – HG Saarlouis 3 20:20 (12:10)

Für die Wahrscheinlichkeitsrechnung wäre es sicher interessant, die Chance zu berechnen, drei Mal in Folge unentschieden zu spielen, wie es die H2 getan hat. Leider war das Spiel nicht so interessant. Vielmehr ließ unsere Mannschaft einen Punkt im Kampf gegen den Abstieg liegen. Trotz der hohen Niederlage im Hinspiel wäre Saarlouis heute schlagbar gewesen. Zum einen trat die HG mit einer anderen Mannschaft als im Hinspiel an (zirka zur Hälfte mit Spielern aus der Vierten), zum anderen war der Sieg in der Schlussphase greifbar. Aus einer sicheren Abwehr heraus, die 60 Minuten gut arbeitete, erzielte die H2 drei schnelle Tore. Dann wendete sich das Blatt aber und die erfahrenen Gegner warfen die nächsten fünf Tore zum 3:5 (14.) Der HC tat sich im Angriff gegen eine gute Abwehr sehr schwer und kam vor allem über Einzelaktionen zum Torerfolg. Das Spiel blieb umkämpft, aber stets fair, und kurz vor der Halbzeit erarbeitete sich die H2 einen zwei-Tore-Vorsprung. Dieser war durch einfache Fehler nach der Pause aber schnell wieder aufgebraucht. Statt die eigene Führung auszubauen, stand es plötzlich 13:15 für die HG(40.). Es waren einfach zu viele Missverständnisse und Fehlwürfe im Angriff; acht Tore in der zweiten Halbzeit waren zu wenig für den Sieg. Aber unsere Mannschaft kämpfte immer weiter und trotz spielerischer Askese glich sie zum 17:17 aus, was man ihr hoch anrechnen sollte. „Laser“ Lars Krämer brachte seine Equipe mit seinen Toren zum 19:18 und 20:18 fünf Minuten auf die Siegerstraße, zudem hielt Tobias Kasper im Anschluss einen Siebenmeter, doch ohne Torerfolg kamen die Betzstreet Boys doch noch von der Siegerstraße ab und bogen in die Unentschieden-Gasse ein: 90 Sekunden vor Ende fiel das 20:19, Saarlouis stellte auf Manndeckung um. Diese erfüllte ihren Zweck, denn die Anspielstationen fehlten, was in einem Gegenstoß-Gegentor mündete. Es verblieben 25 Sekunden und eine Auszeit, doch die Deckung ließ keine richtige Chance mehr zu. Ein direkter Freiwurf brachte nichts mehr ein. Es war ein klassisches Kampfspiel und im Gegensatz zu den letzten beiden Unentschieden wird man sich über dieses eher ärgern. Heute muss man sich an die eigene Nase fassen, denn aus der starken Abwehr wurde kaum Kapital durch schnelles Spiel geschlagen und im Angriff war der Ball zu langsam. Dadurch konzentrierte sich das Spiel total auf den Rückraum, die Außen- und Kreisspieler erzielte zusammen ein einsames Tor, bekamen aber auch nicht wirklich mehr Chancen. Immerhin war es das vierte Spiel in Folge ohne Niederlage und die H2 steht weiter über den Abstiegsplätzen, auch wenn es verpasst wurde, den Vorsprung signifikant auszubauen.